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Was ist ein Radschnellweg?

Radschnellwege sind besondere Fahrradrouten, die sich deutlich von herkömmlichen Radwegen unterscheiden. Eine eigene, durchgängige und breite Trasse vom Umland in die Zentren bietet ein störungsfreies, sicheres und komfortables Fahrradfahren und macht dadurch das Fahrrad zu einem attraktiven Verkehrsmittel. Der Fokus liegt dabei nicht auf hohen Geschwindigkeiten, sondern vielmehr auf einem direkten, gleichmäßigen und möglichst konfliktfreien Vorankommen der Radfahrenden. Die Fahrzeit verkürzt sich daher aufgrund einer höheren Durchschnittsgeschwindigkeit. Radschnellwege besitzen einen sehr hohen Ausbaustandard, welcher in den „Qualitätsstandards für Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg“ geregelt wird. 

Welche Kriterien zeichnen einen Radschnellweg aus?

  • Gesamtstrecke mindestens 5 Kilometer 

  • Prognostiziertes Potenzial von mindestens 2.000 Fahrradfahrten täglich 

  • Direktes, sicheres und gleichmäßiges Vorankommen

  • Breite mindestens 3 (Einrichtungsverkehr) bzw. 4 Meter (Zweirichtungsverkehr) (je nach weiterer Nutzung sind Mehrbreiten möglich) 

  • Möglichst wenig Beeinträchtigung durch bzw. an Kreuzungen mit Kfz-Verkehr 

  • Trennung des Rad- und Fußverkehrs bei erhöhtem Fußgängeraufkommen

  • Hohe Belagsqualität 

  • Geringe Steigungen 

  • Große Kurvenradien
     

80% der Streckenlänge müssen den „Qualitätsstandards für Radschnellverbindungen in Baden-Württemberg“ entsprechen. 

Was zeichnet den RS7 aus?

Der Radschnellweg im Wiesental (RS7) ist die neue Verbindung zwischen Schopfheim und Basel für den Radverkehr. Zukünftig sollen Alltags- und Freizeitradelnde hier auf einer komfortablen Strecke sicher, schnell und störungsarm vorankommen. Dabei werden neben den jeweiligen Ortszentren auch Naherholungsgebiete, das neue Zentralklinikum Lörrach sowie weitere Lern- und Arbeitsstätten miteinander verbunden. 

Wie genau sieht ein 

Radschnellweg aus?

Generell soll eine ausreichende Breite realisiert werden, die das Nebeneinanderfahren und Überholen sowie das störungsfreie Begegnen jeweils zwei nebeneinander fahrender Radfahrer ermöglicht.

Grundsätzlich wird bei Radschnellwegen zwischen „Selbstständig geführten Verbindungen“, „Verbindungen an Hauptverkehrsstraßen“ und „Verbindungen an Nebenstraßen“ unterschieden. Dabei stehen teilweise verschiedene Führungsformen zur Verfügung: 

  • Radwege (Ein- und Zweirichtungsverkehr), getrennte und gemeinsame Führung von Rad- und Fußverkehr 

  • Landwirtschaftliche Wege 

  • Radfahrstreifen 

  • Fahrradstraßen 

  • Führungen im Mischverkehr 
     

Die folgenden Abbildungen veranschaulichen die auf der Qualitätsstufe „Radschnellverbindung“ voraussichtlich am häufigsten verwendeten Querschnitte des RS 7: 

Was ist bisher geschehen?

2017 - 2019 - Machbarkeitsstudie zu Radschnellverbindungen im Wiesental

12/2019 - Einreichung des Förderantrags beim Verkehrsministerium

04/2020 - Bewilligung des Förderantrages

09/2020 - Planungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Landkreis und den Kommunen Schopfheim, Maulburg, Steinen, Lörrach liegt vor

10/2020 - Ausschreibung der Planungsleistungen

12/2020 - Vergabe der Planungsleistungen

12/2020 - Auftaktveranstaltungen mit PGV // Start der Bearbeitung des Untervariantenvergleiches

12/2020 - Beantragung  von Fördergeldern für die Öffentlichkeits- und Bürgerbeteiligung

02/2021 - Bewilligung von Fördergeldern für die Öffentlichkeits- und Bürgerbeteiligung

04/2021 - Ausschreibung der Öffentlichkeits- und Bürgerbeteiligung

06/2021 - Vergabe der Öffentlichkeitsbeteiligung

09/2021 - Festlegung der Hauptvarianten

11/2021 - Vorstellung des Projektstands in den Gemeinderats- bzw. Ausschusssitzungen in Schopfheim, Maulburg, Steinen und Lörrach

11/2021 - 1. Treffen des Projektbegleitkreises

12/2021 - Start der Öffentlichkeitsbeteiligung

12/2021 - 01/2022 - Onlinebeteiligung

01/2022 - 02/2022 - Auswertung der Hinweise der Onlinebeteiligung

Was sind die Phasen des Projekts?

Projektphasen RadschnellwegV2.jpg

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Was passiert als nächstes?

Vom 08.12.2021 bis 16.01.2022 konnten alle Bürgerinnen und Bürger Hinweise zu den verschiedenen Varianten in eine

Online-Beteiligungskarte eintragen. Das Planungsteam hat jeden einzelnen Hinweis gesichtet, kategorisiert und beantwortet. Die Ergebnisse sind hier einsehbar. Je nach Inhalt, Konkretheit und räumlicher Ausrichtung werden die Hinweise in der jeweiligen Planungsphase hinzugezogen.

Aktuell befindet sich das Projekt in der Vorplanung, in welcher zunächst verschiedene Hauptvarianten erarbeitet wurden. Weitere Informationen zu den Hauptvarianten, die geprüft und anhand von Bewertungskriterien in einem Auswertungsprozess verglichen werden, werden demnächst veröffentlicht. Die Vorzugstrasse soll voraussichtlich bis Herbst 2022 feststehen.

Wo wird die Strecke entlang führen? 

Konkrete Linienführungen für die unterschiedlichen Hauptvarianten sind in den Plänen erkenntlich. Die Varianten werden in einem nächsten Schritt durch das Ingenieurbüro PGV-Alrutz anhand verschiedener fachlicher Kriterien miteinander verglichen und bewertet. Dabei werden ebenfalls die Hinweise aus der Bürgerbeteiligung berücksichtigt. In einem intensiven Abwägungsprozess wurden mit den beteiligten Kommunen mögliche Varianten für eine Trassenführung diskutiert. Ausgangspunkt dafür waren neben den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie, aktuelle Entwicklungen in den Gemeinden, parallel laufende Planungen anderer Projekte sowie die Befahrung durch das beauftragte Ingenieurbüro. Ein wichtiger Baustein sind die Anbindungsmöglichkeiten in die Schweiz. Es wurde darauf geachtet eine größtmögliche Varianz in den Streckenführungen abzudecken. Konkrete Linienführungen sind in den Plänen erkenntlich.

Bild - Übersichtsplan Gesamt - A0 - 02.11.2021.jpg

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