Planungsbüro für die Entwurfsplanung des RS7 Wiesental beauftragt
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Die Planung der Radschnellverbindung RS7 Wiesental zwischen Schopfheim und Basel geht in die nächste Phase: Der Kreistag des Landkreises Lörrach hat ein Planungsbüro mit der weiteren Planung der ersten, verkehrswirksamen Abschnitte beauftragt – die Fichtner Water & Transportation GmbH. Für diesen nächsten Planungsschritt ist ein Zeithorizont von zwei Jahren vorgesehen. Martina Hinrichs, Leiterin im Amt für Strukturpolitik & Nachhaltige Mobilität im Landratsamt Lörrach, zu der Beauftragung: „Mit seinem Beschluss hat der Kreistag den Startschuss für die nächsten Planungsschritte gegeben und der Verwaltung sowie dem Planungsbüro das Vertrauen ausgesprochen. Jetzt beginnt die Planung der Verkehrsanlagen – und dabei sollen auch bestimmte Fragen und konkrete Stellen der Strecke vor Ort mit der Öffentlichkeit besprochen werden.“
Fortsetzung eines mehrjährigen Planungsprozesses
Grundlage für die aktuelle Beauftragung ist ein Grundsatzbeschluss des Kreistags vom 22. Oktober 2025. Darin wurde die Verwaltung beauftragt, die Planung für den RS7 fortzuführen und die Vergabe der weiteren Planungsschritte vorzubereiten. Angesichts gestiegener Kosten hat sich der Kreistag dabei bewusst dafür entschieden, zunächst einzelne, besonders wichtige Abschnitte weiterzuplanen, statt die gesamte Strecke auf einmal anzugehen.
Bereits im Frühjahr und Sommer 2024 hatten der Kreistag sowie die Gremien der beteiligten Städte und Gemeinden die Vorzugstrasse für den RS7 festgelegt. Seit 2020 arbeiten der Landkreis Lörrach, die Städte Lörrach und Schopfheim sowie die Gemeinden Maulburg und Steinen eng zusammen, um das für die Region bedeutsame Projekt gemeinsam voranzubringen.
Die Beschlussvorlage des Kreistags zur Beauftragung des Entwurfsplanungsbüros finden Sie Ratsinformationssystem des Landkreises unter TOP Ö 13 „Auftragsvergabe Entwurfsplanung Verkehrsanlagen Radschnellverbindung Wiesental (RS7)“, Sitzung des Umweltausschusses
Abschnittsweises Vorgehen
Mit der Beauftragung wird das abschnittsweise Vorgehen nun konkret umgesetzt. Grundlage dafür sind die Ergebnisse der bisherigen Planung, insbesondere die bereits festgelegte Vorzugstrasse.
Vorrangig geplant werden dabei Abschnitte, die sich mit dem Ausbau der Garten- und Wiesentalbahn überschneiden. Besonders am Dreiland-Klinikum treffen mehrere wichtige Verkehrsprojekte aufeinander: Die dortigen Baumaßnahmen werden die Verkehrssituation im Wiesental künftig deutlich verändern. Deshalb ist es sinnvoll, die Trassenführung der Radschnellverbindung schon jetzt mitzudenken. Auch die direkte Anbindung des Dreiland-Klinikums selbst hat hohe Priorität.
Was der RS7 leisten soll
Die Radschnellverbindung soll Alltags- und Freizeitradelnden künftig ein sicheres, schnelles und komfortables Vorankommen ermöglichen. Neben den Ortszentren der beteiligten Kommunen werden dabei auch wichtige Ziele wie Naherholungsgebiete, der neue Campus des Dreiland-Klinikums Lörrach sowie weitere Lern- und Arbeitsstätten miteinander verbunden.
Austausch im Umweltausschuss zu Bedenken der SPD
Im Vorfeld der Beschlussfassung über das Entwurfsplanungsbüro hatte die SPD-Kreistagsfraktion beantragt, das Projekt angesichts der angespannten Finanzlage des Landkreises vorerst ruhen zu lassen (Badische Zeitung berichtete). Der Umweltausschuss hat sich mit diesen Bedenken auseinandergesetzt und sich dennoch für die Weiterplanung ausgesprochen – unter anderem mit Verweis auf das klare Ergebnis intensiver Verhandlungen mit dem Land in den Jahren 2024/2025 (vgl. Kreistagssitzung vom 22.10.2025, Vorlage Nr. 239/2025), die wichtige Anbindung des Dreiland-Klinikums, die Bedeutung der Strecke als zentrale Pendlerroute im Wiesental sowie das hohe Potenzial, das dem RS7 in einer standardisierten Bewertung bescheinigt wurde. Antrag und Diskussionspapier des Umweltausschusses finden Sie im Ratsinformationssystem des Landkreises unter TOP Ö 13, Sitzung des Umweltausschusses.
Förderung sichert Finanzierung
Der Landkreis Lörrach hatte bereits 2019 eine Förderung für die Planungskosten beantragt. Diese wurde 2020 bewilligt: 87,5 % der Planungskosten werden über Mittel des Landes und des Bundes gefördert, die verbleibenden 12,5 % trägt die kommunale Ebene (Landkreis, Städte und Gemeinden). Dieser Rahmen bildet weiterhin die finanzielle Grundlage für die laufende Planung.
Mit der aktuellen Beauftragung ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Radschnellverbindung RS7 Wiesental erreicht.



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